Fortschritt und Wirkung

Fortschritt soll an nachgewiesenen Kompetenzen, realer Erfahrung und tragfähigen beruflichen Anschlusslösungen sichtbar werden.

Die kurze Antwort

Wirkung bedeutet mehr als absolvierte Lernstunden: Entscheidend sind tatsächliche Veränderungen wie nachgewiesene Kompetenzen, mehr Selbstständigkeit, Referenzen und eine tragfähige berufliche Perspektive.

Funken* will Fortschritt von Beginn an dokumentieren, ohne Menschen auf einzelne Kennzahlen oder Defizite zu reduzieren. Gemessen werden sollen nicht nur bereitgestellte Ressourcen und durchgeführte Aktivitäten, sondern vor allem die Veränderungen, die daraus für Talente und Kunden entstehen.

Die konkrete Wirkungsmessung befindet sich noch in Entwicklung. Persönliche Daten sollen sparsam erhoben, geschützt und nur mit geklärten Zuständigkeiten verwendet werden.

Was sich entwickeln soll

Funken* stellt Ressourcen, Coaching und reale Arbeit bereit. Dadurch sollen Talente Fachkompetenz, Berufserfahrung, Selbstvertrauen, Referenzen und ein professionelles Netzwerk entwickeln. Kundenkontakt und Teamverantwortung ergänzen diese Entwicklung.

Die angestrebte Abfolge lautet: Zugang, Befähigung, reale Erfahrung, Arbeitsmarktfähigkeit und berufliche Perspektive. Diese Entwicklung ist ein Ziel des Modells und noch kein Nachweis bereits erreichter Wirkung.

Ressourcen und Aktivitäten

Als eingesetzte Ressourcen können Fördermittel, Coaching- und Ausbildungsstunden sowie bereitgestellte Arbeitsplätze und Werkzeuge dokumentiert werden.

Zu den Aktivitäten gehören bearbeitete Lern- und Kundenprojekte, Feedback- und Entwicklungsgespräche, Weiterbildungen, Zertifizierungen, Kundenkontakte und übernommene Teamverantwortung. Diese Angaben zeigen, was ermöglicht und durchgeführt wurde, belegen für sich allein aber noch keine langfristige Wirkung.

Direkte Ergebnisse

Direkte Ergebnisse sollen möglichst konkret sichtbar werden. Das Konzept nennt dafür:

  • erworbene und nachgewiesene Kompetenzen
  • abgeschlossene Kundenprojekte
  • Portfolio und Referenzen
  • einen zunehmenden Anteil selbstständig ausgeführter Arbeit

Die Dokumentation soll Lernfortschritt nachvollziehbar machen, ohne unnötige Bürokratie zu erzeugen.

Offen: Eine Kompetenzmatrix und beobachtbare Kriterien für die erste fachliche Ausrichtung müssen noch entwickelt werden.

Langfristige Wirkung

Als langfristige Wirkung gelten mögliche Übergänge in reguläre Beschäftigung, interne Weiterentwicklung, eine spätere Coach-Rolle oder eine nachhaltige Einkommens- und Berufsperspektive. Auch ein geringerer Bedarf an Unterstützung und Alumni, die spätere Talente begleiten, werden als mögliche Wirkungen genannt.

Eine tragfähige Anschlusslösung kann deshalb unterschiedliche Formen annehmen. Entscheidend ist, dass sie zur Person passt und eine belastbare berufliche Perspektive eröffnet.

Mögliche Kennzahlen

Das Konzept nennt unter anderem folgende mögliche Kennzahlen:

  • Verbleib und Abschlussquote
  • Zeit bis zur ersten produktiven Aufgabe
  • Zeit bis zum ersten Kundenkontakt
  • erreichte Kompetenzstufen
  • Anteil der Talente mit tragfähiger Anschlusslösung
  • Lohnentwicklung nach dem Austritt
  • Kundenzufriedenheit und Wiederbeauftragungen
  • Anteil der Alumni, die später andere unterstützen

Offen: Für die erste Kohorte sollen fünf bis acht Kernkennzahlen ausgewählt werden. Die wichtigste langfristige Zielgrösse und sinnvolle Referenzwerte sind noch nicht festgelegt.

Datenschutz und Einverständnis

Wirkungsmessung darf Menschen nicht auf Defizite oder einzelne Zahlen reduzieren. Persönliche Daten müssen sparsam erhoben und geschützt werden. Berichte an Partner sollen möglichst aggregiert und mit Einverständnis der betroffenen Personen erfolgen.

Kosten pro Wirkungseinheit dürfen erst kommuniziert werden, wenn belastbare Erfahrungswerte vorliegen.

Offen: Es muss geklärt werden, welche Daten erhoben werden dürfen, wie lange sie aufbewahrt werden und wie Datenschutz sowie Einwilligung verbindlich geregelt sind.